Nun ist es schon einige Zeit her, dass ich mit dem my.glow.up.lab angefangen habe und das Journalling hat mir in den letzten Monaten wirklich sehr geholfen. Auch in einer Zeit, in der es – wie immer im Leben – auf und ab ging.Ich hatte einen Bone Bruise und lag sechs Wochen flach. Mir hat komplett der Antrieb gefehlt, die Kraft und ehrlich gesagt auch die Energie, hier weiterzumachen. Ich war weit weg von allem. Keine Lust, keine Motivation, einfach nichts. Aber manchmal ist das eben so im Leben. Dann kommen wieder Phasen, in denen man aktiver ist, mehr Zeit hat oder vielleicht einfach wieder ein bisschen mehr Kraft verspürt, Dinge anzupacken oder Veränderungen anzugehen.
Und genau in dieser Phase befinde ich mich gerade. Also: auf geht’s.
Der nächste Bereich, den ich mir anschauen möchte, ist mein Schlaf. Denn ich schlafe überhaupt nicht gut. Ich wache mehrmals in der Nacht auf, die Hormonachterbahn beginnt und mein Kopf macht einfach nicht mehr mit. Ich denke vom Hundertsten ins Tausendste, überlege mir Lösungen für Probleme, die ich gar nicht habe und führe nachts ganze Diskussionen mit mir selbst. Ich würde sagen: typische Verhaltensmuster von Menschen, die nicht schlafen können.
Deshalb versuche ich jetzt herauszufinden, was mir wirklich helfen könnte. Der erste Punkt: Ich werde versuchen, nach 19 Uhr nichts mehr zu essen.
Und ja, das wird schwierig. Denn oft kommen meine Tochter oder mein Mann erst später nach Hause und wenn ich etwas liebe, dann gemeinsam zu essen. Außerdem ist es einfach gemütlich, wenn man liest oder vor dem Fernseher sitzt, nebenbei noch Chips isst oder irgendeine kleine Köstlichkeit snackt. Genau diese Dinge, die ich eigentlich wahnsinnig gerne mache, werde ich mir jetzt ein Stück weit untersagen müssen.
Und ehrlich gesagt finde ich das blöd. Weil es einen einschränkt. Ich habe immer gerne im Moment gelebt und wenn ich auf etwas Lust hatte und es nicht völlig absurd war, habe ich versucht, mir diesen Genuss auch zu gönnen. Aber ich möchte mir eben auch Schlaf gönnen. Und wenn das bedeutet, dass ich dafür auf etwas anderes verzichten muss, dann ist es vielleicht Zeit, diesen Weg einmal auszuprobieren.
Der zweite Punkt ist meine Schlafhygiene.
Ich werde aufhören, eine Stunde vor dem Schlafengehen auf mein Handy zu schauen. Vielleicht schaffe ich irgendwann sogar zwei Stunden, aber fangen wir realistisch an. Eine Stunde vorher ist das Handy aus. Keine Mails mehr, kein Business, keine Pinterest-Recherche nach irgendwelchen wahnsinnig schönen Taschen und auch kein sinnloses Scrollen mehr. Einfach Ruhe.
Der dritte Punkt: regelmäßiger schlafen gehen.
Nicht einmal um 23 Uhr, dann wieder um 1:20 Uhr nachts und dann am nächsten Tag um Mitternacht. Ich möchte versuchen, unter der Woche wirklich um 23 Uhr im Bett zu liegen. Eigentlich sollte das machbar sein. Bis dahin habe ich meistens alles erledigt, Zeit mit der Familie verbracht und vielleicht noch ein bisschen gelesen.
Am Wochenende wird das schwieriger. Da gibt es Einladungen, man geht weg oder sitzt einfach länger zusammen. Und ganz ehrlich: immer um 22:30 Uhr zuhause zu sein, sehe ich gerade einfach nicht. Deshalb versuche ich erstmal, unter der Woche konsequent zu bleiben und mir Freitag und Samstag etwas mehr Freiheit zu lassen.
Ich weiß, dass das gegen sämtliche empirischen Studien spricht. Aber es gibt eben auch mein echtes Leben – und das ist dann wohl meine eigene empirische Studie.
Dann kommt noch das Schlafzimmer selbst.
Ich habe mich lange informiert und werde mein Kissen austauschen gegen eines, das sich besser an den Kopf anpasst und nicht so hoch ist. Außerdem werde ich mir zwei dünnere Decken zulegen. Eine habe ich schon. Gerade in den Wechseljahren wird einem nachts ja gerne plötzlich viel zu warm oder eher gesagt heiß. Und anstatt komplett wach zu werden, weil ich die ganze Bettdecke wegrollen, austauschen muss und mir dann wieder kalt wird, hoffe ich, dass ich mit zwei dünnen Decken besser zu Recht komme und schneller wieder einschlafen kann.
Der letzte Punkt ist Magnesium.
Ich habe mich eingelesen und vieles spricht dafür, dass Magnesium helfen kann, besser ein- und vor allem durchzuschlafen. Nach allem, was ich gelesen habe, spricht nichts dagegen, es einfach einmal auszuprobieren. Deshalb werde ich jetzt erstmal diesen Weg gehen.
Von Melatonin-Tropfen oder stärkeren Einschlafhilfen möchte ich im Moment noch Abstand halten. Ich möchte zuerst versuchen, ob ich meinen Schlaf auch mit kleinen Veränderungen wieder zurückbekomme.
