Alle Artikel von Rika Erb

Pflanzlich oder klassisch? Hormontherapie in der Menopause

Die Menopause ist hormonell betrachtet kein Drama, sondern eher eine große Betriebsumstellung. Jahrzehntelang lief in deinem Körper die Östrogenproduktion auf Hochtouren, die Eierstöcke waren gewissermaßen die Chefetage der Hormonfabrik. Dann heißt es irgendwann: Vorruhestand. Das 17β-Östradiol verabschiedet sich in deutlich niedrigere Serumkonzentrationen, Progesteron zieht mit – und der Rest des Körpers schaut irritiert auf die neue Lage. Das Thermoregulationszentrum im Hypothalamus reagiert plötzlich überempfindlich, die Gefäße erweitern sich ungebeten, der Schlaf wird leichter und die Stimmung kreativer als geplant.

In dieser Phase taucht oft die Frage auf: Muss ich wirklich „richtige“ Hormone nehmen oder gibt es etwas Pflanzliches, das sanfter wirkt? Willkommen in der Welt der Phytoöstrogene – sozusagen die entfernten Cousinen des körpereigenen Östradiols.

Pflanzliche Hormontherapie basiert meist auf Isoflavonen aus Soja oder Rotklee. Diese sekundären Pflanzenstoffe besitzen eine strukturelle Ähnlichkeit zum 17β-Östradiol. Dadurch können sie an Östrogenrezeptoren binden, insbesondere an den Östrogenrezeptor Beta. Ihre Bindungsaffinität ist jedoch deutlich geringer als die des endogenen Östradiols. Man könnte sagen: Sie klopfen höflich an die Rezeptoren, während das ursprüngliche Östrogen früher mit VIP-Zugang hereingekommen ist.

Empirische Studien zeigen, dass Isoflavone vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen statistisch signifikant reduzieren können. Die Effektstärke bleibt im Durchschnitt jedoch unter der einer systemischen Hormontherapie. Metaanalysen belegen eine moderate Abnahme der Hitzewallungsfrequenz, wobei die individuelle Reaktion stark variiert. Ein Grund dafür liegt in der Darmmikrobiota. Nur ein Teil der Frauen kann Daidzein in Equol umwandeln, einen Metaboliten mit höherer östrogener Aktivität. Das erklärt, warum pflanzliche Präparate bei der einen erstaunlich gut wirken und bei der anderen eher wie ein freundlicher biologischer Gruß ohne große Durchschlagskraft.

Die klassische menopausale Hormontherapie geht direkter vor. Hier werden bioidentische oder synthetische Östrogene verabreicht, häufig kombiniert mit einem Gestagen zum Schutz des Endometriums. Ziel ist es, den Östrogenmangel pharmakologisch zu substituieren und Serumspiegel zu erreichen, die näher an prämenopausalen Konzentrationen liegen. Randomisierte kontrollierte Studien zeigen eine Reduktion von Hitzewallungen um etwa 70 bis 90 Prozent. Zusätzlich wirkt die Therapie protektiv auf den Knochenstoffwechsel, indem sie die Osteoklastenaktivität hemmt und so den postmenopausalen Knochenabbau verlangsamt.

Der Unterschied liegt also weniger in der Herkunft der Substanzen als in ihrer pharmakodynamischen Potenz. Phytoöstrogene wirken als schwache agonistische Modulatoren an Östrogenrezeptoren. Die klassische Hormontherapie entfaltet eine deutlich stärkere systemische Wirkung. Entsprechend unterscheiden sich auch Wirksamkeit und Risikoprofil. Während die systemische Hormontherapie abhängig von Präparat, Dosierung und individueller Risikokonstellation mit einem leicht erhöhten Risiko für thromboembolische Ereignisse oder hormonabhängige Karzinome assoziiert sein kann, gelten Phytoöstrogene insgesamt als risikoärmer, wobei die Langzeitdaten nicht in allen Bereichen abschließend geklärt sind.

Humorvoll formuliert: Pflanzliche Hormontherapie ist wie eine sanfte Hintergrundmusik für dein Hormonsystem – manchmal genau das Richtige, wenn es nur leicht durcheinander klingt. Die klassische Hormontherapie hingegen ist das komplette Orchester mit Dirigentin. Sehr wirkungsvoll, aber man sollte wissen, welches Stück gerade gespielt wird.

Am Ende geht es nicht um Ideologie, sondern um Individualität. Die Menopause ist kein Einheitsprogramm, sondern ein sehr persönlicher Umbauprozess. Und die gute Nachricht ist: Du darfst heute informiert entscheiden – mit wissenschaftlichem Fundament und einer Portion Gelassenheit.

Langfristige Gesundheit proaktiv in die Hand nehmen

Wenn die stürmischsten Wellen der Wechseljahre – die Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen – langsam abebben, erreichst du einen neuen, ruhigeren Hafen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, den Blick vom kurzfristigen Krisenmanagement auf eine langfristige, liebevolle Zukunftsplanung für deine Gesundheit zu richten. Denn die Postmenopause ist der Startschuss für eine Phase, in der Prävention dein mächtigstes Werkzeug wird. Weiterlesen

Was ist die Postmenopause? Applaus, Applaus für einen neuen Lebensabschnitt

Die Periode ist Geschichte, die Hitzewallungen werden leiser – herzlichen Glückwunsch, Du hast das Finale der Wechseljahre erreicht! Wenn Du Dich jetzt fragst: „Was genau ist jetzt eigentlich diese Postmenopause?“, bist Du hier goldrichtig. Kurz und knackig: Die Postmenopause beginnt offiziell, wenn Ihre letzte Monatsblutung volle zwölf Monate zurückliegt. Das ist der Moment, in dem Ihr Körper hormonell langsam in den chilligen Feierabendmodus schaltet und ein neues, oft viel entspannteres Kapitel aufschlägt.

Willkommen im Club der Postmenopause

Die Jahre der unregelmäßigen Zyklen und emotionalen Achterbahnfahrten liegen endlich hinter Dir. Geschafft! Die Postmenopause ist kein Endpunkt, sondern der Startschuss für eine neue, selbstbestimmte Phase. Es ist die Zeit, in der Du die Früchte Deiner Lebenserfahrung erntest und dich wieder voll und ganz auf dich selbst konzentrieren kannst – ganz ohne den monatlichen Rhythmus, der so lange den Takt vorgegeben hat.

Viele Frauen empfinden diesen Übergang als eine unglaubliche Befreiung. Endlich keine Gedanken mehr an Tampons, Verhütung oder unvorhersehbare Stimmungsschwankungen. Stattdessen rücken ganz neue Prioritäten in den Vordergrund: Ihr Wohlbefinden, Ihre Gesundheit und Ihre ganz persönliche Lebensfreude.

Was Dich in diesem Guide erwartet

Dieser Ratgeber soll Dein persönlicher, unterstützender und auch humorvoller Begleiter für die Zeit nach der Menopause sein. Wir entzaubern gemeinsam den staubtrockenen medizinischen Begriff und zeigen Ihnen mit einem Augenzwinkern, was jetzt wirklich auf Dich zukommt. Vergiss unverständliches Fachchinesisch. Stattdessen findest Du hier:

  • Erklärungen aus dem echten Leben: Wir bringen komplexe hormonelle Zusammenhänge auf den Punkt, damit Du die Signale Ihres Körpers besser verstehen kannst. Manchmal fühlt es sich ja an, als müsste man eine neue Fremdsprache lernen!
  • Praktische Tipps für den Alltag: Von Ernährung über Bewegung bis hin zur mentalen Stärke bekommst Du konkrete Ratschläge an die Hand.
  • Wissen, das Sie stärkt: Wir rüsten Dich mit den Informationen aus, die Du für gute Gespräche mit Deinem Arzt und für selbstbewusste Entscheidungen für sich selbst brauchst.

Unser Ziel ist es, Dich zu befähigen, diese Phase nicht nur irgendwie zu überstehen, sondern sie aktiv zu gestalten. Denn die Postmenopause ist eine wunderbare Gelegenheit, die Weichen für viele gesunde, glückliche und energiegeladene Jahre zu stellen.

Stell Dir die Postmenopause wie einen ruhigen, sonnigen Morgen nach einem Sturm vor. Die See hat sich geglättet, der Himmel ist klar, und Du kannst den Kurs nun selbst bestimmen. Es ist eine Zeit der Reife und Gelassenheit, in der Du dich neuen Projekten widmen, alte Hobbys wiederentdecken oder einfach die neu gewonnene Freiheit genießen kannst.

Die Phasen der Wechseljahre genau verstehen

Perimenopause, Menopause, Postmenopause – diese Begriffe schwirren oft durcheinander und können für ganz schöne Verwirrung sorgen. Fühlt es sich für Dich auch manchmal an, als würdest Du ein Puzzle zusammensetzen, bei dem alle Teile ähnlich aussehen? Keine Sorge, wir bringen jetzt gemeinsam Licht ins Dunkel.

Die einzelnen Etappen klar voneinander abzugrenzen, ist nämlich einfacher, als man denkt. Und es hilft ungemein dabei, die Signale des eigenen Körpers richtig zu deuten.

Stell Dir die Wechseljahre doch mal wie eine längere Schiffsreise vor:

  • Die Perimenopause: Das ist die Zeit auf hoher See, und die kann schon mal ziemlich unruhig sein. Das Wetter (Ihre Hormone) ist wechselhaft, die Wellen (Ihre Zyklen) sind unregelmäßig, und Sie wissen nie so recht, was der nächste Tag bringt. Diese Phase kann im Schnitt vier bis acht Jahre dauern.
  • Die Menopause: Das ist kein langer Abschnitt, sondern ein einziger, entscheidender Moment – der Tag, an dem Sie im Hafen ankommen. Medizinisch gesehen ist das der Zeitpunkt Ihrer allerletzten Periode. Ein Hoch auf diesen Tag!
  • Die Postmenopause: Jetzt gehen Sie von Bord und erkunden das neue Land. Das Schiff liegt sicher im Hafen, die See ist ruhig geworden. Ein ganz neues Kapitel beginnt.

Die magische Ein-Jahres-Regel

Der offizielle Startschuss für die Postmenopause fällt, wenn Du zwölf Monate am Stück keine einzige Monatsblutung mehr hast. Diese einfache „Ein-Jahres-Regel“ ist der entscheidende Meilenstein.

Warum genau zwölf Monate? Ganz einfach: In der Perimenopause schwankt Ihr Hormonspiegel so stark, dass Deine Periode auch mal für einige Monate aussetzen und dann völlig überraschend zurückkehren kann – so nach dem Motto: „Ätsch, doch noch nicht ganz vorbei!“ Erst nach einem vollen Jahr ohne Blutung kannst Du wirklich sicher sein: Der Zyklus ist Geschichte.

Diese einfache Zeitachse zeigt den Übergang von der letzten Periode bis zum Beginn der Postmenopause nach den besagten zwölf Monaten.

Infografik zeigt den Zeitstrahl zur Postmenopause: Von der Periode über zwölf Monate Amenorrhoe bis zur Postmenopause.

Die Infografik macht klar: Die Postmenopause beginnt nicht einfach so, sondern ist das Ergebnis eines klar definierten Prozesses, der ein Jahr nach der letzten Menstruation abgeschlossen ist.

Um die Unterschiede noch klarer zu machen, haben wir hier eine kleine Übersicht für Sie zusammengestellt.

Die drei Phasen der Wechseljahre im Überblick

Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Perimenopause, Menopause und Postmenopause, um eine klare Abgrenzung zu ermöglichen.

Merkmal Perimenopause Menopause (Zeitpunkt) Postmenopause
Dauer Mehrere Jahre (durchschnittlich 4-8) Ein einziger Tag Rest des Lebens
Periode Unregelmäßig, mal stärker, mal schwächer, kann aussetzen Die allerletzte Monatsblutung Keine Blutung mehr (seit mind. 12 Monaten)
Hormone Starke Schwankungen (Östrogen & Progesteron) Hormonproduktion der Eierstöcke endet Dauerhaft niedriges, aber stabiles Niveau
Typische Symptome Unregelmäßige Zyklen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen Keine eigenen Symptome, nur der Zeitpunkt selbst Oft Abklingen von Hitzewallungen, aber neue Themen wie vaginale Trockenheit, Knochengesundheit

Jede Phase hat also ihre ganz eigenen Merkmale und Herausforderungen. Das zu wissen, kann schon sehr entlastend sein.

Wenn Du tiefer in die hormonellen Veränderungen und Besonderheiten jeder Etappe eintauchen möchtest, findest Du in unserem Artikel weitere Informationen über die 4 Phasen der Wechseljahre.

Was passiert hormonell in der Postmenopause

Der alles entscheidende Unterschied zu den turbulenten Jahren davor ist die hormonelle Stabilität. In der Perimenopause glichen Ihre Östrogen- und Progesteronwerte einer wilden Achterbahnfahrt – mal schossen sie in die Höhe, dann fielen sie wieder in den Keller. In der Postmenopause pendeln sich diese Hormone auf einem dauerhaft niedrigen, aber stabilen Niveau ein.

Das Ende dieses hormonellen Auf und Ab ist oft der Grund, warum viele der typischen Perimenopause-Symptome wie unberechenbare Stimmungsschwankungen oder Brustspannen endlich nachlassen. Dein Körper findet eine neue, ruhigere Balance. Halleluja!

Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Symptome von heute auf morgen verschwinden. Während klassische Beschwerden wie Hitzewallungen bei den meisten Frauen allmählich abklingen, können sich durch den dauerhaft niedrigen Östrogenspiegel neue, oft subtilere Veränderungen bemerkbar machen. Dein Körper passt sich an eine neue Normalität an – und genau das schauen wir uns im nächsten Kapitel genauer an.

Ihr Körpergefühl und typische Symptome nach der Menopause

Die hormonelle Achterbahnfahrt ist vorbei, der Sturm hat sich endlich gelegt. Aber wie fühlt sich das Leben jetzt an, in dieser neuen Normalität? In der Postmenopause verändert sich das eigene Körpergefühl, oft auf eine subtile, aber doch sehr merkliche Weise.

Viele Frauen erzählen von einer neuen Gelassenheit, die sie vorher so nicht kannten. Keine Gedanken mehr an die Periode, keine Sorgen um Verhütung, das allein fühlt sich schon wie eine Befreiung an. Trotzdem ist es wichtig, dass wir auch offen über die körperlichen Veränderungen sprechen, die der dauerhaft niedrige Östrogenspiegel nun mal mit sich bringt.

Schauen wir uns die häufigsten Begleiter dieser Lebensphase einmal genauer an. Nicht als Probleme, die uns belasten, sondern als Signale unseres Körpers, denen wir mit Verständnis und den richtigen Lösungen begegnen können.

Körperliche Veränderungen, die Du kennen solltest

Während die ganz akuten Symptome wie heftige Hitzewallungen bei den meisten Frauen langsam nachlassen, rücken jetzt andere Themen in den Vordergrund. Der niedrige Östrogenspiegel wirkt sich eben auf ganz unterschiedliche Bereiche im Körper aus.

Vaginale Gesundheit im Wandel

Ein Thema, das viele Frauen betrifft, ist die sogenannte vaginale Atrophie. Der Begriff klingt zwar ziemlich dramatisch nach Wüste Gobi, beschreibt aber im Grunde nur, dass die Schleimhäute im Vaginalbereich dünner, trockener und weniger elastisch werden.

Das kann sich so äußern:

  • Trockenheit und Juckreiz: Ein unangenehmes, manchmal störendes Gefühl im Alltag.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Das kann die Intimität natürlich belasten.
  • Häufigere Harnwegsinfekte: Weil sich der pH-Wert der Scheide verändert, haben es Bakterien leider leichter.

Was kannst Du tun? Spreche ganz offen mit Deiner Gynäkologin! Es gibt sehr gute lokale Hormoncremes oder Zäpfchen, die wirklich nur dort wirken, wo sie gebraucht werden. Oft helfen aber auch schon rezeptfreie Feuchtigkeitscremes und Gleitmittel, um sich wieder wohler zu fühlen.

Gelenke und Muskeln melden sich

Fühlen sich morgens die Gelenke irgendwie steif an oder schmerzen bei Bewegung? Damit bist Du definitiv nicht allein. Viele Frauen bemerken in der Postmenopause mehr Gelenkschmerzen, manchmal auch als „Wechseljahres-Arthritis“ bezeichnet. Östrogen wirkt entzündungshemmend, und wenn dieses Hormon fehlt, spüren wir das eben auch in den Gelenken.

Man könnte sagen, der Körper hat seinen natürlichen „Schmierstoff“ etwas reduziert. Die gute Nachricht ist aber: Bewegung ist die beste Medizin. Sanfte Sportarten wie Yoga, Schwimmen oder Radfahren halten die Gelenke geschmeidig, ohne sie zu sehr zu belasten.

Haut und Haar verändern sich

Vielleicht merkst Du auch, dass Deine Haut trockener wird und an Spannkraft verliert. Gleichzeitig werden die Haare auf dem Kopf vielleicht dünner, während an anderen Stellen plötzlich feine Härchen sprießen. Auch das ist eine ganz direkte Folge des veränderten Hormonhaushalts.

Eine reichhaltige Pflege, zum Beispiel mit Hyaluronsäure, und eine gesunde Ernährung voller Antioxidantien können die Haut wunderbar von innen und außen unterstützen. Für viele Frauen ist diese Phase auch ein Anlass, sich noch einmal mit den Symptomen der Menopause zu beschäftigen, die oft noch eine Weile nachwirken können.

Die emotionale und psychische Seite

Die Postmenopause ist so viel mehr als nur eine Liste körperlicher Veränderungen. Sie ist auch eine Zeit der emotionalen Neuorientierung. Die hormonelle Stabilität kann eine tiefe innere Ruhe bringen, aber die Umstellung kann auch für die Psyche eine Herausforderung sein.

Stimmung und Schlaf

Die extremen Stimmungsschwankungen aus der Perimenopause lassen zum Glück meist nach. Schlafprobleme können aber ein Thema bleiben. Manchmal sind es nachklingende Hitzewallungen, die einen nachts aufwecken, manchmal aber auch einfach eine generelle innere Unruhe.

  • Schlafhygiene: Eine feste Abendroutine, keine schweren Mahlzeiten und das Handy einfach mal weglegen – das hilft wirklich.
  • Stressmanagement: Ob Meditation, Atemübungen oder ein entspannendes Hobby, finde heraus, was Dir guttut und beim Abschalten hilft.
  • Professionelle Hilfe: Zögere nicht, über depressive Verstimmungen oder Ängste mit einem Arzt oder Therapeuten zu sprechen. Dafür ist Hilfe da.

Ein neues Selbstbewusstsein

Trotz aller Herausforderungen berichten unzählige Frauen, dass sie in der Postmenopause ein neues, viel stärkeres Selbstbewusstsein finden. Sie wissen, wer sie sind, was sie wollen und was ihnen guttut. Diese Lebensphase ist eine einmalige Chance, sich von äußeren Erwartungen zu befreien und die eigene Gesundheit und Lebensfreude an die erste Stelle zu setzen.

Es geht darum, ein neues, positives Körpergefühl zu entwickeln. Lerne, die Signale Deines Körpers zu verstehen und aktiv darauf zu reagieren. Du hast die Erfahrung und die Kraft, diese Zeit selbstbewusst und voller Freude zu gestalten.

Hast du noch mehr Fragen oder möchtest du dich tiefergehend mit deinem Wohlbefinden in dieser neuen Lebensphase beschäftigen? Bei Wechsel-Stube findest du verständliches Wissen und praktische Tipps, um die Wechseljahre selbstbestimmt und voller Energie zu gestalten. Entdecke auf https://wechsel-stube.com unsere vielfältigen Ressourcen und Coaching-Angebote.

Starter-Kit fürs Journaling

Fünf Arten zu schreiben und Fragen, die den Anfang einfacher machen

Journaling klingt nach einer dieser Gewohnheiten, die theoretisch allen helfen und praktisch viele überfordern. Nicht, weil Schreiben so schwer wäre, sondern weil der Anspruch oft höher ist als die Lust. Man setzt sich hin, will reflektieren, klarer werden oder wenigstens irgendetwas Produktives tun und sitzt dann vor dem leeren Blatt mit dem Gefühl, es falsch anzugehen. Tut man nicht. Journaling ist kein System, sondern ein Werkzeug. Und wie bei Werkzeugen gilt: Man darf auswählen, wechseln und es auch mal wieder weglegen. Weiterlesen

My.glow.up.lab – let’s start mit Journaling 

Ich habe nicht mit Journaling angefangen, weil ich plötzlich besonders reflektiert oder ausgeglichen war. Ich habe damit angefangen, weil mein bisheriges System – funktionieren, weitermachen, abhaken – zwar erstaunlich stabil lief, sich aber nicht besonders gut angefühlt hat. Nach einem Jahr voller Termine, Verpflichtungen und innerem Dauerbetrieb blieb vor allem eines übrig: Anspannung. Weiterlesen

My Glow Up Lab

Wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, sehe ich keine Erfolge. Ich sehe vor allem Termine. Viele davon. Dazu das Gefühl, ständig beschäftigt zu sein, ohne genau sagen zu können, womit eigentlich. Es war ein Jahr, in dem ich zuverlässig funktioniert habe und dabei ziemlich gut übersehen habe, wie anstrengend das Ganze eigentlich war. Weiterlesen

Welche Supplements können in den Wechseljahren helfen?

Die Wechseljahre sind eine Phase tiefgreifender hormoneller Veränderungen. Viele Frauen erleben in dieser Zeit Symptome wie Schlafstörungen, Hitzewallungen, innere Unruhe, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme. Häufig stellt sich die Frage, welche Supplements in den Wechseljahren sinnvoll sein können. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil, können den Körper aber gezielt unterstützen, wenn sie passend eingesetzt werden.

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Menopause-Coaching – Gemeinsam für euer Wohlbefinden

Wir sind uns alle bewusst, dass die Menopause eine natürliche Lebensphase jeder Frau ist, die Veränderungen sowohl auf körperlicher als auch emotionaler Ebene mit sich bringt und mitunter auch Herausforderungen bereithält. Ich bin Henrike Erb, Menopause-Coach, und befinde mich genau da wo Ihr auch seid – mitten in den Wechseljahren.

Als Dein Menopause-Coach stehe ich Dir zur Seite, um diesen Übergang mit Freude und Selbstbestimmung zu erleben. Meine Expertise liegt darin, Frauen auf diesem Weg zu unterstützen und ihnen die notwendigen Ressourcen und Informationen zur Verfügung zu stellen, um diese Phase ihres Lebens selbstbewusst und gesund zu durchleben.

Was bedeutet es, einen Menopause-Coach zu haben?

Ich bin Deine persönliche Unterstützung während der Menopause und biete einfühlsame, wissenschaftlich fundierte Begleitung während dieser wichtigen Lebensphase. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Strategien, um die körperlichen Veränderungen zu bewältigen, emotionales Gleichgewicht zu finden und einen neuen Blick auf das Älterwerden zu werfen.

Ein Überblick über meine Leistungen:

Individuelle Beratung und Unterstützung: Gemeinsam besprechen wir Deine spezifischen Bedürfnisse und Anliegen und erarbeiten Lösungen für Deine individuellen Herausforderungen.

Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden: Ich gebe Dir Ratschläge zur Ernährung und Bewegung, um Dein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Wir erkunden neue Entspannungstechniken, die innere Ruhe bringen, und erarbeiten gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen für Deine spezifischen Herausforderungen. Ein individuell angepasster Plan kann dazu beitragen, Symptome zu lindern und Dein Wohlbefinden zu steigern.

Ernährungs- und Bewegungsberatung zur Verbesserung Deiner körperlichen Gesundheit: Ich teile Informationen über eine ausgewogene Ernährung, die dazu beitragen kann, Menopause-Symptome zu mildern, und gebe Empfehlungen für geeignete Übungen und Aktivitäten zur Erhaltung Deiner körperlichen Gesundheit sowie zur Förderung von Entspannung und innerer Ausgeglichenheit. Wir entwickeln auch personalisierte Fitnesspläne, die auf Deine individuellen Ziele zugeschnitten sind.

Verständnis der Hormonwelt: Wir klären, welche Auswirkungen hormonelle Veränderungen auf Dich haben können und welche Optionen Dir zur Verfügung stehen. Gemeinsam finden wir die besten Entscheidungen für Deinen persönlichen Weg.

Strategien zur Stressbewältigung und Förderung positiver Gedanken: Du lernst neue Techniken zur Stressreduktion und zur Förderung Deiner emotionalen Gesundheit kennen, einschließlich der Stärkung positiver Denkmuster. Dies kann Dir bei der Bewältigung von Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen helfen.

Warum sollten Sie meinen Menopause-Begleitdienst in Anspruch nehmen?

Mit Mitgefühl und einem Schuss Humor begleite ich Dich auf dieser Reise. Die Menopause kann eine Zeit der Entdeckung und des persönlichen Wachstums sein, und ich stehe Dir zur Seite, um die Herausforderungen zu bewältigen, Dein Wohlbefinden zu steigern und die beste Version Deiner selbst zu werden. Gemeinsam werden wir Wege finden, um das Beste aus Dieser Lebensphase zu machen, ob Vorort in München oder online. Du erreichst mich unter henrike.erb@praxisgemeinschaft-therapie.de oder telefonisch unter 0151 74258293, vereinbare gleich ein kostenloses Beratungsgespräch. Hier erfährst Du noch mehr über mich und meinen Werdegang.

Falls Du neugierig bist oder Fragen hast, bin ich nur einen Anruf oder eine Nachricht entfernt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Dir die Menopause als eine neue Phase des Lebens zu entdecken und zu genießen sowie gemeinsam mit Dir eine gesunde und erfüllte Zukunft zu gestalten.

 Stress in den Wechseljahren

stress

Die Menopause, auch bekannt als Wechseljahre, ist eine natürliche Phase im Leben einer Frau, die mit dem Ende der reproduktiven Phase einhergeht. Während dieser Zeit erlebt eine Frau eine Vielzahl von körperlichen und emotionalen Veränderungen, die durch hormonelle Veränderungen im Körper verursacht werden. Eines der häufigsten Symptome der Menopause sind Hitzewallungen, aber es gibt auch eine Vielzahl anderer Symptome wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und vaginale Trockenheit. Stress in der Zeit der Menopause kann all diese Symptome verschlimmern. Aber wie immer haben wir ein paar Tipps, wie wir damit umgehen können und was hilft. Weiterlesen

Welche Hormone beeinflussen unser Leben und vor allem, wie?

Jede von uns weiß, dass Hormone, nicht erst in den Wechseljahren, eine wichtige, tragende Rolle in unserem Leben spielen, zeitweilig scheinen sie manchmal sogar die Hauptrolle zu übernehmen.

Doch was sind eigentlich Hormone? Es sind biochemische Substanzen die in den Geschlechtsorganen, im Gehirn sowie in den endokrinen Drüsen gebildet werden. Von dort aus transportieren sie Botschaften an die jeweiligen Zielorte, jeweils spezielle Körperzellen. Darum bezeichnet man Hormone auch als Botenstoffe. Diese regulieren unter anderem unseren Stoffwechsel, den Energie- und Wasserhaushalt, unsere Entwicklung, das Wachstum und die Emotionen sowie die Fortpflanzung. Das Zusammenspiel der Hormone ist fein aufeinander abgestimmt. Verschiedene äußere Einflüsse, aber auch Krankheiten können es aus dem Gleichgewicht bringen. 

Seit ca. 100 Jahren weiß man überhaupt erst, dass der Körper diese Substanzen bildet. Darum sind auch noch längst nicht alle erforscht und entschlüsselt. Ohne Hormone sähe es in unserer Gefühlswelt recht langweilig aus. Aber auch alle Organfunktionen kämen zum Erliegen und menschliches Leben mit all seinen Entwicklungs- und Reifephasen wäre undenkbar. Ohne Hormone gäbe es keine Pubertät, keine Entwicklung zur Frau oder zum Mann, keine Schwangerschaft und auch keine Wechseljahre.

Die wichtigsten drei Hormone im weiblichen Körper sind Östrogen, Progesteron und Testosteron, die wir uns hier mal im Detail anschauen wollen.

Das Östrogen ist das wichtigste Hormon und für die Weiblichkeit, die Kurven, die Emotionen und die Stimmungen – von der Romantik bis zum Drama – verantwortlich. Alles was „typisch“ weiblich ist wird dadurch beeinflusst: der Nestbau, das Bedürfnis nach einer eigenen Familie, das Versorgergefühl und das Streben nach Schönheit und Harmonie. Auf der anderen Seite ist es aber auch verantwortlich für die Übersteigerung derselben – also den ständigen, kritischen Vergleich mit anderen, das Abgleichen mit der Umgebung, das Infragestellung des eigenen Selbstwertes. Besonders schlimm ist das in der Pubertät wo zu diesem Moment noch die körperliche Veränderung hinzu kommt.

Das Östrogen wird vor allem in den Eierstöcken gebildet und übernimmt in der Fortpflanzung eine der Hauptrollen. Es ist, wie gesagt, für den Nestbau verantwortlich und baut monatlich die Gebärmutterschleimhäute auf, damit sich ein befruchtetes Ei einnisten kann. Neben der Reproduktion ist das Östrogen dafür verantwortlich, dass wir durch Wassereinlagerungen eine pralle Haut, volle Brüste, vaginale Feuchtigkeit, eine ausgeglichene Vaginalflora, elastische Gelenke und stabile Knochen haben. Unter Östrogeneinfluss funktionieren wir mental besser, sind energiegeladener und einfach wendiger als ohne Östrogen. (Erste Zyklushälfte bis zum Eisprung)

Das Progesteron schafft den Ausgleich zum Östrogen und bringt die Gelassenheit zurück in den Alltag. Es sorgt für Entspannung, Entwässerung sowie einen guten Schlaf und wird in der zweiten Zyklushälfte produziert. Nach dem Eisprung bereitet es den Körper auf die Einnistung eines befruchteten Eis vor. Dafür werden auch die GABA-Rezeptoren im Gehirn aktiviert, die das Nervenkostüm entspannen. Wir ziehen uns zurück und werden gemütlich.Doch die Ausgeglichenheit der Hormone ist wichtig, denn wer zu viel Progesteron hat, den treibt es in die Grübelei und in den sozialen Rückzug. (Gestagene)

Testosteron schließlich ist das dritte Hormon, welches oftmals fälschlicher Weise ausschließlich den Männern zugeschrieben und bei Frauen gerne unterschätzt oder gar übersehen wird. Das Testosteron spielt beim Muskelaufbau, unserer Entschlusskraft und für unsere Libido eine wichtige Rolle. Es ist verantwortlich für einen klaren Kopf, Durchsetzungsvermögen, unseren Masterplan und hilft dem Körper beim Grundumsatz des Energiehaushalts, sorgt also für eine athletische Figur und unsere Leidenschaft. Testosteron wird nur in kleinen Mengen zusammen mit dem Östrogen produziert und schwingt im Zyklus mit den Schwankungen des Östrogens mit, aber weniger intensiv.

Was passiert während der Umbauphase der Wechseljahre

Bereits ab Anfang unseres 40. Lebensjahres verlangsamt sich die Hormonproduktion der Eierstöcke. Die Zahl der gebildeten Eibläschen wird immer weniger und schließlich eingestellt. Dadurch sinken auch der Progesteron- und der Östrogenspiegel immer mehr ab.Das Versiegen der Hormone ist mehr oder weniger ein Nebeneffekt dieser Umbauphase. Frau selbst kann – in Absprache mit ihrer Gynäkologin – entscheiden, ob sie bereit ist für diese Veränderung die sich mitunter nicht nur positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass noch vor 100 Jahren die Lebenserwartungen von Frauen bei 58,8 Jahren und heute inzwischen bei ca. 83,4 Jahren liegen, Tendenz steigend.* Nicht geändert hat sich der Beginn der Menopause und ist bei den meisten Frauen im Alter von ca. 51 Jahren. Das heißt, wenn damals eine Frau in die Wechseljahre kam, stand sie am Ende ihres Lebens, während wir heute mittendrin stehen und noch reichlich 30 Jahre vor uns haben. In diesem Zusammenhang werden auch verschiedene Stimmen laut die sagen, dass dies von der Natur nicht so gewollt sein kann. Doch das entscheidet ihr selbst, wie es euch geht und was für euch das Beste ist.

*(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/185394/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-nach-geschlecht/ )