Alle Artikel von Rika Erb

Stimmungsschwankungen

Schwindel

Ein Klassiker unter den Symptomen der Wechseljahre! Unsere Gefühle fahren Achterbahn, das Auf und Ab wechselt oft und auch noch sehr schnell. So können unsere Emotionen in kürzester Zeit zwischen Traurigkeit, Nervosität, Aggression, Ungeduld und Glück hin und her pendeln, so als ob wir diese überhaupt nicht mehr unter Kontrolle hätten. Der kleinste Auslöser kann zu einem Tornado von Gefühlen führen, was von außen betrachtet manchmal schwer nachvollziehbar ist.

Stimmungsschwankungen werden auch mit dem sinkenden Hormonspiegel in unserem Körper in Verbindung gebracht. Daher ist es leider nichts, was man mit einer Tablette einfach abstellen kann. Hein paar Tipps, die dennoch Linderung versprechen.

Bewegung

Wenn es einem nicht gut geht, hat man meistens keine Lust auf Sport. Aber genau den sollte man nun treiben, so viel wie nur geht. Selbst spazieren gehen oder ein paar Yogaübungen helfen schon. Denn damit wird Serotonin, ein Gewebshormon und Neurotransmitter, im Gehirn freigesetzt und das kann die Stimmung erheblich verbessern. Es geht dabei nicht um Gewichtsverlust oder Muskelaufbau, auch wenn das ein schöner Nebeneffekt ist.

Reden, reden, reden

Macht es eurem Umfeld leicht, indem ihr offen darüber redet und um Verständnis und Unterstützung bittet. Denn nur so haben eure Mitmenschen eine Chance euch und euer Leiden wahrzunehmen, es einzuordnen und angemessen darauf reagieren zu können.

Gesunde Ernährung

Unsere Ernährung hat durchaus auch Einfluss auf unsere Stimmung, denn sie führt zu Prozessen in unserem Körper, die wiederum den Hormonhaushalt beeinflussen können. Meidet darum am besten zuckerhaltige Lebensmittel, Alkohol, Zigaretten und Koffein – der Ausgeglichenheit zur Liebe!

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Ernährung in den Wechseljahren

Ernährung in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sind leider mit vielen unangenehmen Symptomen verbunden und erhöhen unser Risiko für bestimmte Krankheiten. Für viele Frauen sind sie auch ein Anlass, ihr Leben neu zu strukturieren. Dann ist jetzt genau der richtige Moment, sich für einen gesunden Lebensstil zu entscheiden und damit viele Symptome auch noch zu lindern. Weiterlesen

Menopause und die Arbeit

Das ist kein ganz leichtes Thema, denn eigentlich passen die beiden gar nicht zusammen… Leider kann man es sich aber nicht aussuchen und oft leiden Frauen in allen Phasen der Menopause an Konzentrationsschwierigkeiten oder dem Symptom „froggy mind“. Das kann sich neben dem Privatleben auch auf die Arbeit auswirken und so kann es sehr anstrengend sein, die normalen Alltagsaufgaben und die Arbeit zu erledigen. Andere Frauen wiederum leiden an Stimmungsschwankungen und die lässt man auch nicht zu Hause, wenn man in die Arbeit geht. So kann es zu Spannungen zwischen den KollegInnen kommen. Na und, dass es unangenehm ist, Hitzewallungen in einem Meeting zu bekommen, können wir uns alle vorstellen. Also, wie kommt Frau durch die Wechseljahre und behält Spaß im Job? Weiterlesen

Haarausfall

Einen Bad-Hair-Day hatten wir schon alle schon mal. Schlimm wird es, wenn diese Tage täglich anstehen, denn Haare sind so wichtig für unser Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Leider ist Haarausfall jedoch ein ziemlich häufiges Symptom der Wechseljahre. So verändern sich dann volle, glänzende Mähnen oft in dünne, kraftlose Spaghetti. Oder schlimmer noch, wenn sie ausfallen und wir schon Angst vor dem Haare bürsten haben. Es ist normal jeden Tag etwa 50-100 Haare pro Tag zu verlieren, nur sind es jetzt oft viel mehr. Zu den Symptomen gehören Ausdünnung, vermehrtes Durchscheinen der Kopfhaut, ein schmalerer Pferdeschwanz, das Haar sieht schlaff aus, es ist schwieriger zu stylen und es bricht leichter als sonst. Schuld daran ist die Haarwurzel, denn sie reagiert empfindlich auf die Hormonveränderungen und diese stehen nun mal an. Da der Östrogenspiegel schwankt, können männliche Hormone wie Androgen und Testosteron das Haar in die Ruhephase versetzen, so dass Haarausfall zunimmt, Wachstum minimiert wird und die Haare dünner werden.

Weg mit Glätteisen und Föhn

Hitze schadet den Haaren, immer schon, nur müssen wir jetzt besonders auf unsere Haare achtgeben. Also möglichst wenig Föhnen und das Glätteisen nur bei ganz, ganz besonderen Anlässen.

Keine aggressiven Produkte

Am besten sanfte Bio-Produkte für die Haare verwenden mit natürlichen Inhaltsstoffen, die deine Haare stärken und zwar von außen nach innen. Auch beim Färben auf möglichst wenige Chemikalien achten, es gibt jetzt schon tolle Bio-Farben.

Schutz vor der Sonne

UV-Strahlen sind schlecht für die Haut und auch für die Haare. Also Hut auf, Tuch ins Haar oder Sonnenschutz-Produkte für die Haare verwenden, denn deine Haare brauchen nicht noch mehr Stress…

Bei der Bürste nicht sparen

Achtet auf die Qualität der Bürsten oder Kämme, denn schlechte können zu Schäden führen und Spliss erhöhen. Das liegt an der Elektrostatik, die beim Bürsten entsteht. Die Verwendung von Holzprodukten minimiert dieses Risiko, da Holz ein schlechter elektrischer Leiter ist. Und sanft und langsam bürsten, damit nicht noch mehr Haare abbrechen und ausgerissen werden.

Massage tut gut

Um die Kopfhaut besser zu durchbluten, können Kopf- und Kopfhaut-Massagen helfen. Diese regen das Haarwachstum und die Haarstärke an und sie fühlen sich auch noch toll an!

Mehr Protein und Eisen

Haare brauchen Eiweiß und Eisen. Also gehören Nahrungsmittel mit diesen Nährstoffen auf unseren täglichen Speiseplan. Rotes Fleisch enthält viel Eisen, aber auch Linsen, Bohnen und Vollkorn sind voll damit. Zusätzlich auch viel Obst und Gemüse, die darin enthaltenen Vitamine helfen bei der Aufnahme von Eisen und Eiweiß. Nahrungsergänzungsmittel können zusätzlich helfen.

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Schmerzen in der Brust

Schmerzen in der Brust

Brustschmerzen und Brustspannungen gehören zu den häufigen Symptomen der Wechseljahre. Die Brustschmerzen in der Perimenopause fühlen sich eher wie ein Brennen oder ein Wundsein an, nicht so sehr wie Spannungen, die man aus der PMS-Zeit kennt. Die Brustschmerzen werden auch mit Implantaten in Verbindung gebracht. Also wenn ihr euch ein schönes Dekolletee gegönnt habt, sprecht mal euren Arzt darauf an. Einige Frauen haben sich das Implantat rausnehmen lassen und fühlten sich leichter und berichten, dass die Beschwerden besser wurden. Aber das ist natürlich eine drastische Maßnahme, jeder sollte das für sich selbst entscheiden; auch gibt es noch keinen empirischen Studien, die dies belegen.

Bei Schmerzen in den Brüsten schwingt oft die Angst vor Brustkrebs mit. Dafür muss man noch nicht einmal besonders hypochondrisch veranlagt sein. Gegen diese Befürchtungen hilft nur konsequentes Abtasten, Ultraschall beim Arzt und die Mammographie. Besprecht beim nächsten Arztbesuch in welchen Abständen ihr euch untersuchen lassen sollt. Normal sollten Frauen ab dem 45. Lebensjahr sich mindestens in 2-Jahres-Intervallen untersuchen lassen.  Bei familiären Vorbelastungen sind engmaschigere Kontrollen unter Umständen sinnvoll.

Leider können die Schmerzen so strakt sein, dass sie viele Frauen von Intimität abhalten. Nur der Gedanke, dass der Partner die Brüste berührten könnte, macht schon Angst; das wirkt sich natürlich auf die Beziehung aus.

Angst ist kein guter Ratgeber

Ich neige etwas zur Hypochondrie und habe daher volles Verständnis, wenn man Angst hat. Nur hilft Angst leider überhaupt nicht und unterstützt eher Kurzschlussreaktionen. Versucht mit Vertrauten darüber zu sprechen, mit einer Freundin oder einem Familienmitglied, vor allem aber mit eurem Arzt.

Besucht euren Arzt

Wir haben alle die Möglichkeit, regelmäßig einen Gynäkologen zu besuchen. Auch sollten wir alle zur Mammographie gehen. Ich weiß, es ist unangenehm und die Angst ist auch nicht toll, aber Früherkennung ist so wichtig! Sprecht eure Problem und Beschwerden offen an, dafür sind Ärzte da.

Tragt ihr den richtigen BH?

Das ist wichtiger als ihr denkt, denn der falsche BH kann Schmerzen verursachen oder bestehende Schmerzen noch verschlimmern. Tatsächlich liegt ein häufiger Grund für Brustschmerzen in einem schlecht sitzender BH. Besucht ein Fachgeschäft, auch wenn es das erste mal komisch ist, wenn die Verkäuferin genau nachschaut, ob die Passform stimmt. Ihr werdet merken, sie ist eine Fachfrau und der BH passt. Denn wenn der BH zu eng oder zu locker sitzt, wird das Brustgewebe nicht gestützt, was zu Empfindlichkeit und Schmerzen führen kann.

Massiert eure Brüste

Schenkt euren Brüsten die Aufmerksamkeit, die ihnen gebühren. Massiert sie mit Ölen, egal ob mit Olivenöl, Kokosnussöl, Nachtkerzenöl  oder Massageöl, das kann Schmerzen lindern.

Mit dem Rauchen aufhören

Ich habe selber gerne geraucht, aber nun ist es Zeit aufzuhören. Denn die Qualmerei hindert den Körper daran, sich an Hormonveränderungen anzupassen; und neben Lungenkrebs wird auch Brustkrebs mit dem Rauchen in Verbindung gebracht.

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Es gibt auch viel zu feiern!

Ich denke, wir sollten unsere Sicht auf die Wechseljahre etwas verändern und sehen, dass diese Zeit nicht nur negativ belegt ist. Meine Damen, wir haben es wenigstens hierher geschafft! Das sah vor ein paar hundert Jahren ganz anders aus, denn da erreichten nur Frauen dieses biblische Alter. Lasst uns auf diese Zeit auch freuen, denn es gibt viele Gründe, Veränderung zu feiern! „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ Astrid Lindgren Weiterlesen

Verlust der Libido

Verlust der Libido und vermindertes Sexualverlangen

Der Verlust der Libido ist auch ein häufig auftretendes Symptom, über das wir offen sprechen sollten. Sexualität ist von Frau zu Frau verschieden, und im Wechsel kann der sinkende Östrogenspiegel zu vermehrter sexueller Unlust führen. Für einige Frauen ist seltener oder kaum Sex ganz OK, andere können sich gar nicht vorstellen, ohne Sex zu leben, oft leidet auch die Partnerschaft darunter.

Alle, die sich danach sehnen, kann ich beruhigen, denn Erotik und Sexualität bleiben so schön, so aufregend und so aufbauend wie immer. Manche Untersuchungen lassen sogar hoffen, dass Sex nach den Wechseljahren noch besser und häufiger werden kann. Also Kopf hoch, die kleine Durststrecke ist bald vorbei.

Was verursacht den Verlust der Libido?

Die Libido ist ein komplexes Zusammenspiel sowohl körperlicher als auch psychischer Faktoren. Ein sinkender Hormonspiegel kann den Sexualtrieb beeinträchtigen und dazu führen, dass die Haut eurer Vagina dünner und trockener wird. Dadurch kann die Scheide beim Geschlechtsverkehr gereizt werden, was das Ganze schmerzhaft macht. Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei der weiblichen Sexualität, indem es die Empfindungen steigert, die Produktion der vaginalen Lubrikation unterstützt und die Gesundheit des vaginalen Gewebes erhält. Aber die Werte verändern sich natürlich auch in den Wechseljahren. Testosteron ist das Haupthormon, welches sexuelles Verlangen steuert. Davon haben auch wir Frauen etwas in unserem Körper, aber nicht so viel wie die Männer. Wenn man dem Thema offen begegnet, kann man oft eine gute Kommunikationsbasis und praktische Lösungen für eine erfüllende Sexualität finden.

Sprecht offen darüber

Wie schon erwähnt, ist der Verlust der Libido immer noch ein Tabuthema. Aber da es weit verbreitet ist, kennt ihr sicherlich jemanden dem es genauso geht. Jede dritte Frau in den Wechseljahren ist davon betroffen. Redet mit euren Freundinnen darüber, beratet euch und lacht gemeinsam, denn je leichter ihr es nehmt, desto leichter wird es auch. Ganz wichtig ist auch, dass ihr, wenn ihr in einer Partnerschaft seid, eurem Partner erzählt, wie es euch geht und wie sich euer Körper verändert. Natürlich ist das kein sexy Thema, aber euer Partner kann nur dann auf euch eingehen, wenn er weiß, wie es euch geht. Und noch einmal: es ist nichts, wofür man sich schämen müsste.

Achte auf Dich und Deinen Körper

Die Wechseljahre mit all ihren Beschwerden sind nicht die einfachste Zeit im Leben einer Frau. Hinzu kommen oft noch große Veränderungen im Privatleben; der nächste Karriereschritt wird gemacht, oder die Kinder werden größer, viele fangen wieder an, Vollzeit zu arbeiten… Der Stress und einige Symptome der Wechseljahre können dazu führen, dass Sex das Letzte ist, woran ihr jetzt gerade denkt. Nehmt euch eine Auszeit und kümmert euch mal nur um euch und lasst es euch gut gehen, das habt ihr sowieso verdient!

Gleitmittel

Die Verwendung eines Gleitmittels kann kleine Wunder bewirken. Aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels ist das Vaginalgewebe sehr empfindlich. Darum solltet ihr bei den Gleitmitteln darauf achten, nur Produkte die pH-freundlich, hormon- und parabenfrei und nicht austrocknen zu nutzen. Bei vielen Frauen hat die Verwendung von Gleitmittel ein ganz neues Kapitel in ihrem Sexualleben eingeläutet.

Zeit mit eurem Partner

Auch wenn ihr erschöpft sein, benötigt ihr stressfreie, erholsame und schöne Erlebnisse mit eurem Partner, um die Intimität wieder herzustellen, die dann zu einem erfüllten Sexualleben führen kann. Gemeinsam Ausflüge, Essen gehen, Sport treiben, das alles kann helfen, dass ihr euch wieder anders wahrnehmt, vor allem als Paar. Manchmal muss man sich nach so tiefen Veränderungen erst wieder erneut auf den Partner einlassen; und das braucht vor allem Zeit.

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Scheidentrockenheit

Scheidentrockheit

Und gleich noch ein Tabuthema – Scheidentrockenheit! Keine redet drüber, dabei ist fast jede zweite Frau davon betroffen und fühlt sich dadurch in ihrer Sexualität und ihrer Lebensqualität beeinträchtigt.

Wenn der Östrogenspiegel sinkt, reduziert sich die Produktion von Scheidenflüssigkeit. Dazu kommt, dass der Vaginalbereich nicht mehr so gut durchblutet ist und die Zellerneuerung sich verlangsamt. So werden die Schleimhäute im Genitalbereich dünner und trockener und damit anfälliger für Verletzungen und Infektionen. Die Scheide wird einfach bei Erregung nicht mehr richtig feucht. Einige Frauen haben auch Schmerzen beim Sex, andere leiden öfter unter Harnwegsinfektionen.

Vaginale Trockenheit ist eines der häufigsten Symptome der Wechseljahre, aber ironischerweise auch eines der am wenigsten diskutierten. Viele von uns nehmen es einfach stillschweigend hin, auch wenn es sich negativ auf unser Selbstwertgefühl und unsere Partnerschaft auswirkt.

Reden

Die Wahrheit ist, dass es den meisten von uns zu peinlich ist, über die Gesundheit ihrer Vagina zu sprechen. Es kann auch ein sehr schwieriges Thema sein, vor allem wenn ihr es mit eurem Ehemann oder Partner besprecht. Aber Kommunikation ist der Schlüssel der Verständigung, auch wenn es euch erstmal unangenehm ist. Wir leben länger als die Frauen noch vor 50 Jahren, die Folge davon ist, viele von uns werden ein Drittel ihres gesamten Lebens in der Postmenopause verbringen. Da vaginale Trockenheit ein dauerhaftes Symptom der Wechseljahre ist und sich in der Postmenopause fortsetzt ist es besser das Thema ansprechen und einen offenen Umgang damit finden.

Verwendet Gleitmittel und Vaginalcremes

Gleitmittel hört sich für viele Frauen ein wenig nach Porno und Rotlicht an… Aber es kann  Wunder wirken. Aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels ist das Vaginalgewebe sehr empfindlich. Darum achtet beim Kauf solcher Mittel darauf, dass es pH-freundlich, nicht austrocknend und frei von Hormonen und Parabenen ist. Zur Linderung der Beschwerden eignet sich auch eine hormonfreie Vaginalcreme, die neben Feuchtigkeit auch Lipide (Fette) zuführt und damit nachhaltig pflegt.

Keine Seife

Wascht den äußeren Intimbereich nur mit warmem Wasser und verwendet keine Seifen oder Duschgele, auch keine Scheidenspülungen oder Vaginalduschen, das kann alles nur noch schlimmer machen.

Luftige Kleidung

Zieht Euch luftig an und tragt am besten Unterwäsche aus natürlichen Materialien, wie Baumwolle und Seide. Auch solltet ihr auf zu eng sitzende Kleidung verzichten. Leggins waren noch nie kleidsam…

Gynäkologen

Geht regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen bei eurem Gynäkologen und sprecht auch hier das Thema an.

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Zyklusschwankungen

In den Wechseljahren, gerade wenn die Menopause näher kommt, leiden die meisten Frauen an unregelmäßigen Perioden. Unser Zyklus wird ja durch die Hormone Östrogen und Progesteron reguliert, genau die Hormone, die in der Menopause abgebaut werden. Das führt zu Hormonschwankungen, die zwangsläufig auch Zyklusschwankungen oder veränderte Blutungen zur Folge haben. Die Abstände zwischen den Monatsblutungen werden sich verändern. Sie können sich verkürzen aber auch verlängern. Bei manchen Frauen wird die Blutung stärker in dieser Zeit. Die darauffolgende Menopause ist genau der Zeitpunkt in eurem Leben, an dem ihr für insgesamt 12 Monate keine Periode mehr habt.

Immer alles dabei

Jede von uns hat sicherlich schon einmal erlebt, ohne Hygieneartikel da zu stehen, während die Tage anfangen. Oft sind das sehr peinliche Erinnerungen. Auch wenn es uns eigentlich nicht peinlich sein muss, da es ein natürlicher und wichtiger Ablauf in unserem Körper ist – aber das ist ein anderes Thema! Und da wir uns nun gar nicht mehr sicher sein können, wann die Tage kommen und wie stark sie werden – seid gut vorbereitet. Hinterlegt in der Arbeit eine kleine Notfallration und rüstet eure Handtasche mit den für euch passenden Hygieneartikeln aus. Egal ob Tampons, Binden oder Menstruationscup; sie helfen alle nur, wenn man sie griffbereit hat.

Genügend Schlaf und Eisen

Sind Hormone im Fluss fühlen sich viele von uns müde und erschöpft. Der Blutverlust kann zusätzlich auch zu Eisenmangel führen der wiederum die Ermüdung enorm verstärkt. Davon kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Ich hatte so schlechte Blutwerte, dass ich morgens fast eine Stunde gebraucht habe, um die Energie zu finden aufzustehen. Lasst darum in Abständen ab und zu ein Blutbild machen, nehmt Eisenpräparate und gönnt euch genügend Schlaf. Euer Körper braucht das alles und euer Hormonspiegel wird dann nicht mehr so stark schwanken.

Bis zu 2 Liter Wasser am Tag

Jeder Körper braucht Wasser, um zu funktionieren, daher ist es unsere Aufgaben ihm genügend Wasser zu zuführen, 1,6-2 Liter wären perfekt. Ich mache mir morgens immer eine 1,5 Liter Kanne mit Kräutertee und setzte alles daran diese bis zum Nachmittag zu trinken, auch wenn es mir oft schwerfällt. Ich vergesse Trinken einfach oft, kann an manchen Tage nur 1-2 Gläser trinken – dachte ich… Mein Körper findet das nicht so toll und zeigt mir dies mit starken Kopfschmerzen.

Besucht euren Gynäkologen

Während unregelmäßige Regelblutungen bei Frauen, die sich der Menopause nähern, häufig vorkommen, ist es wichtig, andere zugrunde liegende Probleme auszuschließen, wie gutartige Polypen, Endometriumatrophie und Endometriumhyperplasie. Daher solltet ihr Auffälligkeiten im Zyklus vorsichtshalber immer mit eurem Arzt besprechen und untersuchen lassen.

Wenn eure Symptome anfangen euer Leben zu beherrschen, geht zu eurer Frauenärztin oder Hausärztin und bittet um Hilfe. Denn es gibt Hilfe!

Frühe und vorzeitige Menopause

Frühe Menopause

Ein Prozent aller Frauen kommt sehr früh bereits mit 40, 30 oder noch jünger in die Wechseljahre. Dies wird als frühe oder vorzeitige Menopause bezeichnet. Wenn ihr unter 45 Jahre alt seid, ist es die frühe und wenn ihr jünger als 40 Jahre seid die vorzeitige Menopause. Eine frühe oder vorzeitige Menopause tritt ein, wenn der Körper eine Zeit lang keine Hormone mehr produziert, bevor dies beabsichtigt ist.

Es gibt viele Ursachen für eine vorzeitige Menopause, zum Beispiel Enzymmangel oder Autoimmunerkrankungen, welche die Hormonproduktion in eurem Körper beeinträchtigen. Aber auch Strahlen- und Chemotherapie bei Krebsbehandlungen oder chirurgische Eingriffe wie eine Hysterektomie können der Grund dafür sein.

Wenn ihr befürchtet, dass ihr euch in einer frühen oder vorzeitigen Menopause befindet, kann euer Arzt einen Bluttest durchführen, um euren Östrogenspiegel zu messen. Dann wisst ihr auf jeden Fall genau, woran ihr seid und könnt Gegenmaßnahmen ergreifen.